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Spielberichte 1. Frauenmannschaft 14/15

Rheinpfalzbericht Saison 2014/15

Ungeschlagen in die Regionalliga

Meister im Porträt: Die Fußballfrauen des SC Siegelbach marschieren locker durch die Verbandsliga Südwest

Von Anna Schmitt

 

123 Tore, 27 Gegentreffer, 68 von 72 möglichen Punkten, beste Offensive und zeitgleich zweitbeste Defensive der Liga, 22 Siege, zwei Unentschieden: Eine Bilanz die sich sehen lassen kann und den Fußballfrauen des SC Siegelbach verdient die Meisterschaft der Frauen-Verbandsliga Südwest sowie den Aufstieg in die Regionalliga Südwest einbrachte.

Gleich zu Beginn der Saison zeigte Siegelbach, in welche Richtung die Reise gehen sollte. „Wir wollten auf einem der oberen drei Ränge landen. Insgeheim träumte der ein oder andere auch von der Meisterschaft“, so der Vorstandsvorsitzende Heinrich Graf. Ein Ziel, dass mit den enorm spielstarken Neuzugängen im Sommer ein realistisches war.Neben der ehemaligen Jugendnationalspielerin Katharina Mey, die zu Beginn der Rückrunde von Lena Zimmermann die Kapitänsbinde übernahm, kamen auch namhafte Spielerinnen wie Chiara Müller, Julia Di Grazia oder Franziska Steilen. Müller wurde mit 33 Treffern gar Torschützenkönigin. Die gute Vorbereitung mit Siegen gegen verschiedene Regionalligisten förderte einen gesunden Optimismus. „Die Erfolge in den ersten beiden Saisonspielen gegen die Titelanwärter FC Speyer und VfR Wormatia Worms haben gezeigt, dass wir mit den Besten mithalten können“, sagte Graf. Dennoch hatte Siegelbach in der Hinrunde Glück, als es die Spiele gegen DSG Breitenthal/Mackenrodt, SC Busenberg und SC Kirn-Sulzbach mit lediglich einem Tor Unterschied gewann, teilweise durch einen Last-Minute-Treffer.

Im Winter dann holte der SCS mit Katharina Rheinheimer und Linda Stock noch mehr spielerische Qualität. Die beiden Transfers brachten mehr Stabilität um die von der überragenden Spielerin der Saison, Katharina Mey, organisierte Defensive. In der Rückrunde agierte der SCS nun souveräner. Nach einem komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Speyer sah es dennoch lange Zeit nicht aus.

Bis zum viertletzten Spieltag war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nicht nur punktemäßig, sondern auch im direkten Vergleich. Denn nach den beiden Unentschieden im Hin- und Rückspiel (3:3, 1:1) sah es stark nach einem Entscheidungsspiel aus. Erst das 0:1 des FC Speyer bei der DSG Breitenthal/Mackenrodt am 22. Spieltag und das 1:1 im Nachholspiel gegen den SC Kirn-Sulzbach machte den Siegelbacherinnen den Weg frei. Kurz zuvor hatte bereits die zweite Mannschaft des SCS die Meisterschaft in der Bezirksliga Westpfalz Nord eingetütet.

Vor dem wichtigen Spiel gegen den TSV Schott Mainz II und der vorentscheidenden Niederlage Speyers gab es jedoch einen Rückschlag: Erfolgstrainerin Tanja Brämer legte aus sportlichen Gründen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung ihr Traineramt nieder. Sie hatte die Pfälzerinnen nach der Saison 2011/2012 und dem freiwilligen Abstieg aus der Regionalliga (Gründungsmitglied) übernommen. Sie baute nach zwei schwierigen Verbandsligarunden ein spielstarkes Team auf und führte es zu alter Stärke und in die Regionalliga zurück. Roland Druck übernahm bis zu Saisonende und nun auch darüber hinaus die erste Position auf der Bank und knüpfte nahtlos dort an, wo seine Vorgängerin aufgehört hatte. Mit 18:0 Toren in den letzten drei Saisonspielen und dem Einzug ins Finale des Verbandspokals Südwest, wo der SC dem neuen Zweitligisten TSV Schott Mainz mit 1:6 unterlag, erlebte er einen Einstand nach Maß. In der neuen Saison wird ihn Hendrik Tönjes als Co-Trainer unterstützen. Axel Locher übernimmt die zweite Mannschaft.

Für die neue Runde in der Regionalliga haben sich die Siegelbacherinnen einen Platz im Mittelfeld der Tabelle vorgenommen. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dafür haben wir bereits Celine Haag aus Rehweiler fest verpflichtet und wollen noch drei bis vier weitere Spielerinnen holen, um den Kader breiter zu besetzen. Dazu ziehen wir einige unserer Talente aus der U16 hoch, was auch unserer Philosophie entspricht“, meinte Graf.

Verlassen werden den SCS hingegen Kathrin Leiner (persönliche Gründe) und Madison Spohr (Studium in den USA).

Meisterkader

Tor:
Kaja Kernjak (18 Jahre/20 Einsätze/0 Tore), Franziska Weintz (Ersatztorfrau, 23/0/0), Jennifer Wagner (28/2/0)

Abwehr:
Marie Katharina Assel (16/2/0), Erin Barnett (17/1/0), Verena Korz (20/20/1), Laurien Locher (20/22/1), Katharina Mey (20/23/4), Kristen Press (17/1/0), Alisa Schlippe (21/17/0), Madison Spohr (17/11/1), Linda Stock (27/7/0)

Mittelfeld:
Dana Baran (25/19/11), Theresa Botzner (19/21/2), Julia Di Grazia (25/21/12), Daniela Haake (18/9/6), Laura Jung (23/8/0), Manja Keußler (30/2/0), Melanie Pletsch (21/5/1), Alisa Reh (19/3/0), Katharina Rheinheimer (28/4/2), Lena Zimmermann (24/21/4)

Sturm:
Kathrin Leiner (29/11/2), Chiara Müller (22/22/33), Jessica Rubel (31/22/5), Andrea Schulz (20/1/0), Franziska Steilen (24/21/25).

Verbandspokalendspiel SC Siegelbach – Schott Mainz

Rheinpfalz vom 26.05.2015

Torben Schäfer

 

Verbandsligameister SC Siegelbach unterliegt im Verbandspokal Regionalligameister Schott Mainz mit 1:6 und freut sich trotzdem.

Als sie der Reihe nach antreten sollen, um sich ihre Medaillen abzuholen, können die Fußballerinnen des SC Siegelbach schon wieder lächeln. Dass im Finale des Südwest-Verbandspokals gegen den TSV Schott Mainz nicht allzu viel zu holen sein wird, wusste der unbesiegte Verbandsligameister schon vorher.
„Es war klar, wer hier Favorit ist“, gesteht Stürmerin Julia Di Grazia, „wir wollten uns so gut es geht verkaufen“. Das gelang zumindest der Spielerin mit der Nummer zehn, die in der 37. Minute das Ehrentor der Pfälzerinnen erzielte – mit einer Bogenlampe aus rund 30 Metern, bei der Hülya Cin, immerhin Nationaltorhüterin Aserbaidschans, das Nachsehen hatte. Geschenkt, dass Grazia es kurz vor dem Pausenpfiff gleich noch im Stile Diego Maradonas mit der „Hand Gottes“ probierte, was dann aber doch viel zu offensichtlich war.Dass zu diesem Zeitpunkt die Messe beim Endspiel im rheinhessischen Nieder-Olm längst gelesen war, lag am furiosen Auftakt der Mainzerinnen, die kaum zwei Minuten zum Führungstor durch Chiara Loos brauchten. Die U19-Nationalspielerin war nach einem langen Ball von Spielführerin Lena Weyershäuser aus der Innenverteidigung heraus frei zum Abschluss gekommen und ließ sich diese Gelegenheit genauso wenig nehmen wie vier Minuten später Meike Weber. Der SC bekam überhaupt kein Bein auf den Boden, was vor allem Laura Freigang freute: Die U19-Nationalstürmerin schnürte binnen elf Minuten (8., 17., 19.) einen lupenreinen Hattrick und legte zum finalen 6:1 (59.) nach.
„Wir sind erst Ende der ersten Halbzeit wirklich ins Spiel gekommen“, sagt Grazia. „Wenn man verfolgt, wie Schott sich so entwickelt, war relativ klar, wer hier gewinnt“, gesteht Co-Trainer Hendrik Tönjes ein. Das Team aus Kaiserslautern hat, trotz der Finalniederlage, gut Lachen, denn mit dem Einzug in den DFB-Pokal und vor allem der Verbandsliga-Meisterschaft sind alle Saisonziele erreicht. „Die Qualität war dieses Jahr einfach eine andere. Man hat auf ein klares Ziel hingearbeitet, das uns vorgegeben worden ist“, sagt Tönjes, „das war die ganze Saison über eine geschlossene Leistung der Mannschaft“. Grazia sieht es ähnlich: „Dadurch, dass viele Spielerinnen aus höheren Ligen zu uns gekommen sind, waren wir spielerisch mit Speyer die beste Mannschaft der Liga. Zudem hatten wir die Kontinuität auf unserer Seite und den entscheidenden Willen.“ Mit einer Abschlussfahrt nach Hamburg soll die Meisterschaft noch einmal gebührend gefeiert werden.

Eher gedämpft war die Euphorie bei den Mainzerinnen, die die Pokalübergabe ziemlich beiläufig zelebrierten. „Innerlich freuen sich die Mädels“, betont Trainer Thorsten Lamers. Schon vergangene Saison war der TSV Schott verlustpunktfrei durch die Regionalliga gefegt, um dann aber aufgrund eines Formfehlers die Zweitliga-Anmeldung zu vermasseln. Von der Ehrenrunde „waren die Spielerinnen am Ende ziemlich genervt“, gibt Lamers zu. Im Vereinsumfeld sprechen die ersten Stimmen schon vom Durchmarsch Richtung Bundesliga, was der Trainer aber für verfrüht hält. Klar ist jedoch, dass der TSV, der zuletzt im August 2012 bei der SpVgg Rehweiler-Matzenbach ein Punktspiel verloren hat, viel mehr ist als ein „gewöhnlicher“ Regionalligameister. Dafür hielten die Siegelbacherinnen zumindest ab Minute 20 ziemlich gut mit.

 

Verbandsliga Frauen SC Siegelbach – SC Kirn-Sulzbach

Das letzte Saisonspiel
Auch im letzten Saisonspiel der Frauen-Verbandsliga Südwest blieb der Meister SC Siegelbach ungeschlagen. Am Samstag gewann er zuhause ohne Probleme mit 6:0 gegen den ersatzgeschwächten SC Kirn-Sulzbach. Drei Tore vor und drei Tore nach der Pause besiegelten den Heimsieg.
Bereits in der ersten Minute brachte Franziska Steilen (1.) Siegelbach mit dem 1:0 auf die Siegerstraße. Fünf Minuten später sorgte Kathrin Leiner (6.) mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Den 3:0-Pausenstand markierte Chiara Müller, die sich mit ihrem 33. Saisontreffer die Torjägerkanone sicherte. Im zweiten Abschnitt legten Katharina Mey (62.), Julia Di Grazia (71.) und Steilen mit ihrem zweiten Treffer (77.) binnen einer Viertelstunde die Tore vier, fünf und sechs nach. Bitter für Sulzbach, als eine Spielerin mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausschied (75.).

Vorbericht Rheinpfalz Verbandspokalendspiel und KirnSulzbach

„Wie wenn man gegen Bayern spielt“

Am Montag um 15.30 Uhr auf dem Rasenplatz des SV Nieder-Olm kommt es zum Showdown des Frauen-Verbandspokals Südwest. Im Finale treffen zwei ungeschlagene Meister aufeinander.

Der SC Siegelbach gewann mit bisher 21 Siegen und zwei Unentschieden den Titel der Frauen-Verbandsliga Südwest. Der TSV Schott Mainz holte in der nächsthöheren Liga, der Frauen-Regionalliga Südwest, gar mit 22 Siegen aus 22 Spielen die Schale. „Das ist, wie wenn jemand gegen Bayern spielt. Für uns ist es schon ein riesen Erfolg, im Endspiel zu stehen. Die Priorität lag ja auf der Meisterschaft“, meinte Roland Druck, Trainer des Außenseiters aus Siegelbach.Dennoch wollen die Westpfälzerinnen alles dafür tun, um dem Favoriten aus Mainz das Leben schwer zu machen. Zudem hat das Endspiel einen ganz besonderen Nebeneffekt für die Fußballerinnen des SC Siegelbach. Denn sollte der TSV Schott Mainz seine Mannschaft für die Zweite Bundesliga melden, ist er automatisch Teilnehmer des Frauen-DFB-Pokals der Saison 2015/2016. Für die Siegelbacherinnen würde dies im Falle einer Niederlage damit ebenfalls die Teilnahme am DFB-Pokal bedeuten.

Am Samstag (18 Uhr) bestreitet der SC Siegelbach, sein letztes Punktspiel zuhause gegen den SC Kirn-Sulzbach. Kein Gegner, der unterschätzt werden sollte, schossen die Gäste den FC Speyer doch mit einem 1:1 auf dessen Rasen endgültig aus dem Titelrennen. Rechtzeitig zur letzten Begegnung und vor dem Verbandspokalfinale Südwest gegen den TSV Schott Mainz ist Julia Di Grazia nach auskurierter Zerrung wieder mit dabei. Eine für Siegelbach enorm wichtige Offensivspielerin.

Trotz der wichtigen Partie am Montag wollen die Siegelbacherinnen nicht im Schongang auftreten, sondern in jedem Falle gewinnen. (astx)

Spielbericht Rehweiler – SC Siegelbach

Siegelbach feiert Meisterschaft
Mit dem 5:0-Erfolg bei der SpVgg Rehweiler-Matzenbach und dem 1:1-Remis im Nachholspiel des FC Speyer beim SC Kirn-Sulzbach sicherten sich die Fußballerinnen des SC Siegelbach den Meistertitel der Frauen-Verbandsliga Südwest.
Einen Spieltag vor Saisonschluss haben die Westpfälzerinnen jetzt fünf Zähler Vorsprung auf den bisherigen Konkurrenten Speyer, sodass ihnen die Spitzenposition nicht mehr zu nehmen ist. Zu Beginn taten sie sich auf dem ungewohnten Platz der SpVgg jedoch erwartet schwer und kamen nicht in die Partie. Der erste Abschnitt war ausgeglichen. Lediglich das Tor von Chiara Müller (15.) zur 1:0-Pausenführung des SCS machte den Unterschied.Nach Wiederanpfiff fand sich Siegelbach immer mehr zurecht, und es entwickelte sich eine einseitige Begegnung. Binnen neun Minuten legten Melanie Pletsch (51.) und Müller per Doppelpack (57./60.) zum vorentscheidenden 4:0 nach. Den Schlusspunkt setzte Franziska Steilen (72.) mit dem 5:0. Auf den Schlusspfiff folgte die Meisterfeier.
„Die Mannschaft hat sich das wirklich super verdient. Man muss dabei aber erwähnen, dass meine Vorgängerin Tanja Brämer den Löwenanteil am Erfolg hatte. Sie hat mit der Mannschaft zusammen das Gesamtpaket aufgebaut, was jetzt mit der Meisterschaft gekrönt wurde. Ich fühle mich aber auch sehr mit der Mannschaft verbunden“, zeigte sich Übergangstrainer Roland Druck stolz auf sein Team und sportlich gegenüber seiner Vorgängerin.
Ein ganz persönliches Erfolgserlebnis dürfte nach dem letzten Spieltag nächste Woche Siegelbachs Stürmerin Chiara Müller feiern. Sie führt mit 32 Treffern die Torjägerliste der Verbandsliga an und hat fünf Zähler Vorsprung auf Yesim Demirel (26/FC Speyer).

Pokal-Halbfinale SC Siegelbach – Göcklingen

Problemloser Einzug ins Pokalendspiel

FUSSBALL: Knapp, aber verdient setzt sich das Frauenteam des SC Siegelbach gegen Göcklingen mit 1:0 durch

VON M. WALZER und A. SCHMITT

 

Die Fußballfrauen des SC Siegelbach haben gestern zu Hause im Halbfinale durch einen verdienten 1:0-Sieg über den schwachen Regionalligisten FFV Fortuna Göcklingen das Verbandspokal-Endspiel erreicht.

„Die Mannschaft spielte wie bereits im letzten Ligaspiel stark und zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Mit der richtigen Einstellung und mit Kampfgeist sind wir heute verdient ins Pokalfinale eingezogen“, erklärte der Übergangstrainer des SC Siegelbach, Roland Druck. Bereits in der Anfangsphase spielten sich beide Mannschaften kleinere Torchancen heraus. Sowohl dem SCS als auch dem FFV Fortuna Göcklingen fehlte aber vor dem Tor der letzte Wille, den Treffer zu erzielen. Die entscheidenden Bälle kamen zu oft nicht an. In der 38. Minute kombinierten sich die Siegelbacherinnen auf der Außenbahn gut durch, die schöne Flanke von rechts versuchte Jessica Rubel per Seitfallzieher zu verwerten, der Ball landete jedoch ein Meter über dem Tor. Noch vor dem Pausenpfiff übte das Heimteam großen Druck aus, verpasste es aber aufgrund mangelnder Chancenverwertung mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen. Der Treffer zum entscheidenden 1:0 ließ nach dem Wiederanpfiff nicht lange auf sich warten. In der 46. Minute setzten sich die Siegelbacherinnen außen durch. Kathrin Leiners präzise Flanke verwertete die Stürmerin Chiara Müller eiskalt zum entscheidenden 1:0. Direkt nach dem 1:0 hatten die Gastgeberinnen die Möglichkeit, die Führung auszubauen. So boten sich ihnen innerhalb von drei Minuten zwei hochkarätige Torchancen. Dabei hätte Chiara Müller fast eine Kopie ihres ersten Tores erzielt. Doch diesmal scheiterte sie an der stark parierenden Gästekeeperin Frauke Stein. Göcklingen fand nach dem Rückstand kaum noch in die Partie. Chancen waren Mangelware aufseiten des FFV. Das Spiel verlor in der Mitte der zweiten Hälfte an Tempo. Viele Fehlpässe verhinderten einen guten Spielfluss. Der SCS musste zu keinem Zeitpunkt der Partie um den Sieg bangen. Hätte er sich effektiver im Abschluss gezeigt, wäre der Sieg deutlicher ausgefallen. So hatten Müller und Kathrin Leiner das 2:0 auf dem Fuß, konnten aber die Gästetorhüterin Stein nicht überwinden. In der 90. Minute vergab Franziska Steilen eine Großchance, als sie frei vor dem Tor den Ball nicht im FFV-Gehäuse unterbringen konnte.

Nach dem Pokalspiel geht es für die Siegelbacherinnen direkt weiter. Im Ligaspiel am Sonntag (17.30 Uhr) wartet gegen die SpVgg Rehweiler-Matzenbach das zweite Auswärtsspiel in Folge. Durch die 0:1-Niederlage des Aufstiegskonkurrenten FC Speyer bei der drittplatzierten DSG Breitenthal/Mackenrodt haben die Westpfälzerinnen zwei Spieltage vor Saisonschluss und bei einer Partie mehr sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Speyer. Lediglich vier Zähler fehlen dem SCS noch zum sicheren Titelgewinn.

Spiel bei Schott Mainz und Halbfinal-Vorschau

Siegelbacherinnen mit Halbfinal-Heimrecht und Sieg in Mainz

Am Donnerstag um 14 Uhr empfangen die Fußballerinnen des  SC Siegelbach im Halbfinale des Frauen-Verbandspokals Südwest den Regionalligisten FFV Fortuna Göcklingen an.„Wir wollen natürlich ins Endspiel kommen. Es wäre ein schöner Bonus für eine bisher super Saison und schön, einmal das Finale zu erreichen. Aber Priorität hat ganz klar die Meisterschaft“, sagte der neue Trainer Roland Druck. Alisa Schippe muss erneut passen, und Julia Di Grazia zog sich im Ligaspiel beim jüngsten 7:0 eine Zerrung zu.   In der Partie bei Mainz II trafen: Chiara Müller (31.), Franziska Steilen (36.), Müller (42.), Steilen (54.), Lena Zimmermann (66.), Kathrin Leiner (69.) und Katharina Reinheimer (77.). Ein erfolgreicher Einstand von Trainer Druck. Durch das 0:1 des Aufstiegskonkurrenten FC Speyer bei Breitenthal/Mackenrodt stehen die Siegelbacherinnen kurz vor dem Verbandsliga-Titel.

Spiel gegen Busenberg

it einem 7:0-Kantersieg setzte sich der Tabellenführer der Fußball-Frauen Verbandsliga Südwest, SC Siegelbach, souverän gegen Schlusslicht SC Busenberg durch. Mit 105 Toren stellt der SCS somit vorerst die beste Offensive der Liga, knapp gefolgt vom FC Speyer (104). Um auf Tuchfühlung zu bleiben, muss der Aufstiegskonkurrent am Mittwoch,  6. Mai, beim  1. FFC Niederkirchen II mit einem Sieg nachziehen.

Von Beginn an war es ein Spiel in die Richtung des Gästetors. Busenberg konnte sich über die gesamte Spielzeit nicht eine nennenswerte Torchance erarbeiten. Dennoch zeigte sich SCS-Trainerin Tanja Brämer mit der ersten Halbzeit ihrer Schützlinge nicht vollkommen zufrieden. Diese spielten ihrer Überlegenheit nicht clever genug aus: Zu oft standen die Spielerinnen im Abseits oder versuchten die Offensivkräfte mit langen Bällen in Szene zu setzen, anstatt ihr gepflegtes Passspiel aufzuziehen.Dana Baran markierte mit einem Fernschuss die 1:0-Führung des SCS. Lena Zimmermann erhöhte bis zum Pausenpfiff auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Siegelbacherinnen dann das, was im ersten Abschnitt nicht so ganz gelingen wollte. Sie spielten mehr über die Außen und kamen so immer wieder gefährlich vors Tor der Busenbergerinnen. Die spielerische Überlegenheit zeigte sich nun auch in der Chancenverwertung. Julia Di Grazia mit einem Doppelpack und Zimmermann mit ihrem zweiten Tor bauten die Führung aus. Einen Einstand nach Maß erwischte die genesene Theresa Botzner, die ebenfalls einen Treffer beisteuerte.

Den 7:0-Heimsieg komplettierte Chiara Müller, die sich schon über mehrere Wochen zielsicher präsentiert. Für Müller war es bereits der 25. Treffer in dieser Saison, was sie vor Franziska Steilen (19) zur treffsichersten Spielerin der Westpfälzerinnen macht und ihr den zweiten Platz in der Torjägerrangliste beschert. Knapp hinter Yesim Demirel vom FC Speyer, die mit einem Tor mehr (26) an der Spitze steht. Die Torjägerkrone könnte somit ein weiteres Ziel und ein weiterer Erfolg für die Siegelbacherinnen werden.

 

SC Siegelbach – FC Speyer

Punktgleich an der Spitze in der Verbandsliga Frauen

Das Kräftemessen des Siegelbacher Frauenteams mit dem Tabellenführer Speyer endet remis
Im Spitzenspiel der Frauen-Fußball Verbandsliga Südwest trennten sich Tabellenführer FC Speyer und der Zweitplatzierte SC Siegelbach mit 1:1. Damit führen die beiden Mannschaften weiterhin punktgleich die Tabelle an.

Vor dem Anpfiff musste Siegelbach zunächst den kurzfristigen, krankheitsbedingten Ausfall von Laura Jung hinnehmen. Dennoch startete das SCS-Team auf eigenem Platz gut in die Partie. In den ersten 15 Minuten sahen die Zuschauer überzeugenden Fußball der Gastgeberinnen, die Speyer in dieser Phase vollkommen im Griff hatten. Die 1:0-Führung war die logische Konsequenz dieser Überlegenheit. Verena Korz erlief einen Steilpass durch die Viererabwehrkette. Den ersten Abschluss parierte FC-Schlussfrau Alina Steiger noch, doch direkt vor die Füße von Korz, die nur noch zum 1:0 einschieben musste (9.). Danach machte Siegelbach den Fehler, sich weit zurückzuziehen, anstatt auf ein Sicherheit gebendes, zweites Tor zu drängen. „Eigentlich wollten wir Forechecking spielen und den Gegner in der eigenen Hälfte beschäftigen. Nach dem 1:0 hat das leider nicht mehr so geklappt“, analysierte SCS-Trainerin Tanja Brämer. So wurde Speyer immer stärker und startete vor allem über die linke Abwehrseite der Siegelbacherinnen viele Angriffe. In der 34. Minute war es dann so weit: Isabell Busch wurde diesmal halb rechts freigespielt und vollstreckte flach ins rechte Eck zum 1:1-Pausenstand. Nach Wiederanpfiff zeigte sich ein ähnliches Bild wie schon im ersten Abschnitt. Der SCS tat wieder mehr fürs Spiel, ohne sich jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen. Auch die Gäste kamen vorerst zu keinem gefährlichen Abschluss mehr. Die Mannschaften neutralisierten sich nun weitestgehend im Mittelfeld. Es dauerte bis in die Schlussminuten, ehe wieder Spannung aufkam. Zuerst vergab der FCS drei durch Fehler der Heimelf begünstige Möglichkeiten zur Führung. Danach war es Kathrin Leiner auf der anderen Seite, die eine Topchance ungenutzt ließ. „Ich denke, es war ein Unentschieden, mit dem beide ganz gut leben können und das am Ende auch verdient war. Es sind noch viele Partien zu spielen, und jede davon müssen wir weiter konzentriert angehen. Wir müssen die Motivation hochhalten. Wenn jetzt beide Teams keine Punkte mehr liegen lassen, wird es auf ein Entscheidungsspiel im Mai hinauslaufen“, so Brämer. Natürlich hofft man beim SCS, dass der Titelkonkurrent strauchelt und man dies dann ausnutzen kann.

Busenberg – SC Siegelbach

Last-Minute-Sieg in Busenberg

 

Mit einem späten 6:5-Erfolg bei Aufsteiger SC Busenberg bleiben die Fußballerinnen des SC Siegelbach in der Verbandsliga Südwest weiter ungeschlagen und auf Platz zwei punktgleich mit Tabellenführer FC Speyer. Die Rollen waren vor der Begegnung klar verteilt: Siegelbach reiste als der Favorit an, Busenberg war nur der Aufsteiger. Doch schon in der ersten Halbzeit wurde diese Rollenverteilung auf den Kopf gestellt. Die Gäste waren nicht wach, boten wenig Bewegung im Spiel ohne Ball und zeigten auch sonst eine schwache Laufbereitschaft. Die Folge war ein zweimaliger Rückstand durch Charlotte Zwick (5.) zum 0:1 und Teresa Johann (15.) zum 1:2. Katharina Mey (10.) mit einem Kopfball zum 1:1 und Franziska Steilen (24.) zum 2:2 hielten ihr Team jedoch im Spiel. Das Vorhaben, im zweiten Abschnitt mehr Laufbereitschaft zu zeigen und weniger Fehlpässe zu produzieren, misslang. Vor allem in der Rückwärtsbewegung haperte es beim SCS enorm. So war die Defensive immer wieder offen für die Angriffe Busenbergs. Dennoch waren es aber die Siegelbacherinnen, die durch einen Doppelpack von Steilen (60., 70.) zweimal in Front lagen. Nun zeigten die Gastgeberinnen ihre kämpferische Seite. Jennifer Böshans (65.) zum 3:3 und Miriam Bissinger (80.) zum 4:4 egalisierten. Mit dem 5:4 durch Senta Hartmann in der 85. Minute für Busenberg schien die Begegnung entschieden zu sein. Doch wie bereits gegen Breitenthal/Mackenrodt kamen die SCS-Kickerinnen wieder zurück. Und wie: Postwendend markierte erneut Steilen (86.) das 5:5, ehe Lena Zimmermann (90.) per Steilpass auf die Reise geschickt wurde, die Heimtorhüterin umkurvte und zum viel umjubelten 6:5-Siegtreffer vollendete. Am kommenden Wochenende ist der SC Siegelbach spielfrei. Genug Zeit, um an den Fehlern zu arbeiten: „Meine Mannschaft ist toll zurückgekommen, aber mit den vielen Gegentreffern können wir nicht zufrieden sein. Wir haben jetzt genug Zeit, an unserer Laufbereitschaft und unseren Fehlpässen zu arbeiten. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden“, lautet das Fazit von SCS-Trainerin Tanja Brämer. (astx)
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