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Presseberichte


Nie vor dem Schlusspfiff aufgeben – der SCS in der Rheinpfalz

Nie vor dem Schlusspfiff aufgeben

SC Siegelbach zieht mit Neuhemsbach gleich, vorbei und sichert sich Titel der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd

VON MORITZ KREILINGER

Mit der Meisterschaft des SC Siegelbach in der Fußball-B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd hat vor wenigen Wochen wohl kaum einer gerechnet. Doch in der finalen Saisonphase überzeugte die Elf von Spielertrainer Dominik Becker und sicherte sich in einem packenden Entscheidungsspiel gegen den SV Neuhemsbach mit einem 3:2-Erfolg den Meistertitel und machte damit den Aufstieg in die A-Klasse perfekt.

Als der SV Neuhemsbach, der ab dem achten Spieltag durchgehend an der Tabellenspitze stand, in den letzten Wochen schwächelte, war der SC Siegelbach zur Stelle. Mit einem Sieg am letzten Spieltag im direkten Duell ergab sich dann die Möglichkeit, mit den Neuhemsbachern gleichzuziehen. Als der Siegelbacher Dominik Fuchs beim Stand von 0:0 kurz vor Spielende einen Elfmeter vergab, schien die Meisterschaft zugunsten der Neuhemsbacher entschieden zu sein.
 „In dem Moment war etwas Enttäuschung da“, gestand auch Becker. Doch sein Team bewies Moral: John Enns sicherte mit einem Tor in der Nachspielzeit das Entscheidungsspiel. Im Endspiel um den Titel musste dann erneut die Nachspielzeit herhalten. Die Siegelbacher bewiesen zum wiederholten Mal, dass sie ein Spiel nicht vor dem Schlusspfiff aufgeben. Der an diesem Tag mit drei Treffern überragende Jan-Erik Schröder drehte in den letzten drei Minuten einen 1:2-Rückstand und machte den Titelcoup damit perfekt.

In die Saison startete der SCS mit einer fast komplett neu strukturierten Mannschaft. „Wir haben auf viele junge Spieler aus Siegelbach gesetzt und das Ziel gehabt, die Mannschaft zu formen und weiterzuentwickeln“, so der Spielertrainer, der im vergangenen Sommer vom Landesligisten Mackenbach nach Siegelbach gewechselt war. Auch wenn es in der Hinrunde immer wieder Leistungsschwankungen gab, zeigte die junge Elf mit 27 Punkten nach 14 Spielen, dass ein gewisses Potenzial in ihr steckt. Zu diesem Zeitpunkt war der SV Neuhemsbach bereits acht Punkte enteilt. „In der Rückrunde waren die Leistungen dann deutlich konstanter. Die jungen Spieler haben sich enorm weiterentwickelt“, so Becker. Die 36 Rückrundenpunkte reichten dann noch, um den SVN im letzten Moment noch einzufangen.

Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften – dass die bekannte Phrase ihre Berechtigung hat, zeigten auch die Siegelbacher. Auch wenn es drei Mannschaften gab, die über die gesamte Spielzeit hinweg mehr Tore erzielten, war die SCS-Defensive um den erfahrenen Kapitän Christopher Marx mit nur 27 Gegentreffern der Ligaprimus. „Vor allem in der Rückrunde hatten wir mit nur zehn Gegentoren eine sehr starke Defensive“, bemerkt auch Becker. 
Im Angriff sorgte der erst 18-jährige Jan-Eric Schröder für Furore. In seinem ersten Jahr im Herrenfußball erzielte der noch für die A-Jugend spielberechtigte Torjäger in 23 Einsätzen 24 Tore. Diese Abgeklärtheit lobt auch sein Trainer: „Mit seinen wichtigen Toren war er für uns ein essenzieller Faktor.“ Als weiteren Schlüssel zum Erfolg deutet Becker den Fitnesszustand seines Teams, das die gesamte Saison über vor eigenem Publikum ungeschlagen blieb: „Die ganze Truppe war konditionell auf dem Punkt. Das hat uns sehr geholfen.“

Im ersten A-Klasse-Jahr seit dem Abstieg 2013 gilt es erst einmal, die Mannschaft weiterzuentwickeln und sich eine Klasse höher zu beweisen. „Mit so einer jungen Mannschaft kann nur das unser Ziel sein“, so Becker, der im kommenden Jahr weiter auf die Schlüsselspieler seiner Mannschaft zählen kann. Zusätzlich soll die Elf durch den ein oder anderen Neuzugang verstärkt werden.

DER MEISTERKADER

Tor: Max Brämer (24 Jahre/10 Spiele/0 Tore), Niklas Moritz (19/24/3), Georgi Sotirov (32/0/0)

Abwehr: Abdulla Khaled Al Nakkar (24/25/2), Tim Altschuk (23/4/0), Daniel Dietrich (19/5/0), Christoph Haffner (19/22/0), Marvin Halter (19/27/0), Lucas Jacob (25/25/4), Christopher Marx (30/19/0), Matthias Wetzel (26/2/0)

Mittelfeld: Dominik Becker (32/25/6), Marcel Fath (23/12/2), Dwight Jankowski (29/16/1), Jens Jung (30/9/0), Benjamin Leis (36/5/0), Alexander Mengele (35/2/0), Viktor Schopp (29/17/2), Bjarne Straub (19/20/2)

Sturm: Molham Alater (22/4/2), John Enns (19/20/11), Dominik Fuchs (30/26/20), Steffen Haake (24/7/3), Jan-Erik Schröder (18/23/24), Andre Wolff (27/0/0).

Siegelbach gewinnt Frauen-Verbandspokal-Finale

Ein Tor fast aus dem Nichts

Siegelbach gewinnt Frauen-Verbandspokal-Finale gegen Wörrstadt 1:0

Von Nico Henrich

Grünstadt.

Die Frauenfußballmannschaft des SC Siegelbach krönte sich gestern im Finale gegen TuS Wörrstadt durch den 1:0 (0:0)-Erfolg zum Verbandspokalsieger und spielt somit kommende Saison im DFB-Pokal. Zwei komplett unterschiedliche Hälften hatten zuvor das Endspiel in Grünstadt geprägt.

Siegelbach versuchte im Spielaufbau über einen Großteil der Partie auf die langen Bälle, die der Gegner dauerhaft in Person von Michele Gillmann spielte, zu verzichten. Das gelang den Siegelbacherinnen auch. Der SC spielte gut nach vorne und kombinierte sich durch die zwei Viererketten der Wörrstädterinnen hindurch. Der TuS war vor allem im Aufbauspiel zu hektisch, schlug fast jeden Ball nach vorne und machte zu viele technische Fehler. Die Siegelbacherinnen erarbeiteten sich die Möglichkeiten fast ausschließlich durch Fernschüsse. 
„Wir haben eine sehr dominante erste Halbzeit gespielt“, sagte SC-Trainer Roland Druck. Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs wurde die Partie aufgrund einiger strittiger Entscheidungen deutlich hektischer. Wörrstadt forderte einen Handelfmeter, der SC fühlte sich um eine Abseitsstellung betrogen, die Siegelbacherinnen sahen einen Ball im Aus, was das Schiedsrichtergespann anders wertete. All diese kleinen Aktionen sorgten für eine unruhige Schlussphase in einem eigentlich bis dahin sehr entspannten Match. 
Nach der Pause kam der TuS deutlich besser in die Partie. Die Siegelbacherinnen konnten ihr ruhiges Aufbauspiel nicht weiter aufziehen. Fast jeder TuS-Angriff lief über Jessica Wissmann. Mal suchte sie selbst den Abschluss, oft schlug sie auch gute Diagonalbälle. Siegelbach stellte das Offensivspiel fast komplett ein, auch das Engagement in der Rückwärtsbewegung ließ nach. 
Die Schlüsselszenen der Partie folgten ab Spielminute 75. Erst fand ein schöner Ball aus dem Mittelfeld von TuS-Spielerin Birte Richter den Abnehmer in Loreana Liebetanz, die frei vor SC-Torhüterin Kaja Kernjak auftauchte, dieser allerdings in die Arme schoss. Fast im Gegenzug setzte ein Heber über die Abwehrkette Maja Metzger in Szene, die von rechts in das lange Eck traf – mithilfe des Innenpfostens (79.). Spielführerin Metzger war an eigentlich jeder der wenigen SC-Offensivaktionen im zweiten Abschnitt beteiligt. 
Der Wörrstädter Siegestraum war geplatzt, die Elf fand nicht mehr ins Spiel zurück. „Es war ein richtiger Abnutzungskampf. Mit den unglaublich heißen Temperaturen mussten beide Teams kämpfen. Im Spiel gab es zwei Schlüsselszenen. Die vergebene Chance und unser Tor, das dann fast im direkten Gegenzug gefallen ist. Es war ein gutes Spiel“, sagte SC-Übungsleiter Roland Druck.

So spielten Sie

:

TuS Wörrstadt: Rothmann – Lauter, Gillmann, Uersfeld, Stein – Wissmann, Chen (78. Seiff) – Bennhardt, Schmitt, Simon (73. Richter) – Liebetanz

SC Siegelbach: Kernjak – Geib, Mey, Carla Jung, Locher – Wilding (90.+1 Krehbiel), Laura Jung, Rheinheimer, Haag (90. Körbel) – Metzger, Neumann (90.+2 Zimmermann)

Tore: 0:1 Metzger (79.) – Gelbe Karten: Gillmann, Schmitt (beide TuS) – Beste Spielerinnen: Wissmann – Metzger – Schiedsrichterin: Engbarth (Ludwigshafen-Oggersheim).

Siegelbach wird Herren-Meister und steigt in die A-Klasse auf

Schröder schießt Siegelbach in die A-Klasse

Im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft setzt sich der SCS gegen Neuhemsbach mit 3:2 durch und steigt auf

VON MORITZ KREILINGER

Otterbach. Im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der Fußball-B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd feierte der SC Siegelbach nach einer furiosen Partie einen 3:2 (0:1)-Erfolg über den SV Neuhemsbach. Der überragende Siegelbacher Jan-Erik Schröder schoss sein Team mit drei Treffern quasi im Alleingang in die A-Klasse.

Bis zur 87. Minute führten die Neuhemsbacher nicht unverdient mit 2:1 und wähnten sich schon mit einem Bein in der A-Klasse. Zudem agierte Siegelbach nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Viktor Schopp nur noch zu zehnt. Dass sich der SV Neuhemsbach in der Schlussphase aber nur noch auf die Defensive konzentrierte und kaum noch nach vorne spielte, sollte sich rächen. Als SVN-Keeper Sascha Rheinfrank in der 87. Minute einen Weitschuss von Dominik Fuchs nur abprallen ließ, bewies Jan-Erik Schröder seinen Torriecher und schob zum 2:2-Ausgleich ein.
Während sich der ein oder andere Neuhemsbacher dann wohl schon mit der Verlängerung beschäftigte, zeigte Schiedsrichter Michael Janzer nach einem Handspiel im Strafraum in der 90. Minute auf den Elfmeterpunkt. Schröder trat an und krönte seine Leistung mit dem Siegtreffer. „Wir haben gewusst, dass Neuhemsbach irgendwann nachlässt. In der zweiten Hälfte haben wir dann offensiver gespielt. Dass wir späte Treffer erzielen können, haben wir schon oft gezeigt“, so der umjubelte Spielertrainer des SCS, Dominik Becker.
Dabei sah es anfangs nicht gut aus für die Siegelbacher. Neuhemsbach war im ersten Durchgang die überlegene Mannschaft, muss sich aber vorwerfen lassen, daraus nicht mehr gemacht zu haben. Einzig ein Treffer Valon Osmanis (32.) stand zu Buche. Nach dem Seitenwechsel fand dann auch der SCS zu seinem Spiel. Eine Flanke Schopps versenkte Schröder per Kopf zum 1:1-Ausgleich (59.). Neuhemsbach ließ sich davon aber nicht beirren, ganz im Gegenteil: Nur zwei Minuten später traf erneut Valon Osmani zum 2:1. 
Wegen der Nachlässigkeiten in der Schlussphase reichte dies am Ende aber nicht. „Es war nicht das erste Mal, dass wir gegen Ende individuelle Fehler machten. Wir hatten unsere Chancen, haben aber zu wenig daraus gemacht“, so der sichtlich enttäuschte Neuhemsbacher Spielertrainer Halit Osmani. 
Dem SV Neuhemsbach bietet sich nun noch eine zweite Chancen, in die A-Klasse aufzusteigen: Er muss sich in den Aufstiegsspielen gegen den TuS Ramsen durchsetzen. Die erste Partie bestreitet das Team von Halit Osmani am kommenden Dienstag (19 Uhr) beim TuS Ramsen und die zweite am nächsten Samstag (16 Uhr) zu Hause.

SO SPIELTEN SIE

SV Neuhemsbach: Rheinfrank – Zimmermann, Pink, Mielke, Schindler – Doll, Senn – Kempf (63. Becker), Halit Osmani, Iovannitti – Valon Osmani

SC Siegelbach: Moritz – Jakob, Marx, Haffner (77. Wetzel), Halter – Becker, Fath (79. Jankowski) – Straub (46. Enns), Schopp, Schröder – Fuchs

Tore: 1:0 Valon Osmani (32.), 1:1 Schröder (59.), 2:1 Valon Osmani (61.), 2:2 Schröder (87.), 2:3 Schröder (90./Handelfmeter) – Gelbe Karten: Mielke, Senn – Marx, Halter, Schröder, Jankowski – Beste Spieler: Valon Osmani, Senn, Iovannitti – Schröder, Fuchs, Becker – Zuschauer: 500 – Schiedsrichter: Janzer (Gau-Bickelheim).

Sieg im Spiel des Tages

Unsere 1. Herrenmannschaft hat am vergangenen Sonntag im Spiel des Tages einen Sieg errungen und erzwang somit ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft, am 27.5.2017 um 18 Uhr in Otterbach.

Hier der Bericht zum letzten Spiel:
Spiel in Neuhemsbach

Die AH des SCS zu Gast beim SWR Flutlicht

Nachdem das Fernsehteam des SWR am 3.5.2017 auf unserem Sportplatz zu Gast war und die AH des SCS dabei filmte wie sie ein herrliches Tor von Franck Ribery aus dem Jahr 2013 nachstellte, wurden diese Aufnahmen in der „FLUTLICHT“-Sendung vom 14.5.2017 ausgestrahlt.
Zu diesem Anlass fuhren die Mannschaft sowie einige Sportfreunde des SCS nach Mainz um ihr fußballerisches Können zu kommentieren.
Wer die Folge nicht sehen konnte hat in der SWR-Mediathek noch einmal die Möglichkeit, den Abend Revue passieren zu lassen:
Zur Flutlicht-Sendung

Hier noch ein paar Eindrücke der Filmaufnahmen und des Besuchs beim SWR:

SWR Flutlicht zu Gast in Siegelbach

Zusammen mit Lotto Rheinland-Pfalz veranstaltet der SWR in „FLUTLICHT“ jeden Sonntag ein Gewinnspiel, für das ein Amateurverein ein berühmtes Tor der Bundesliga-Geschichte nachstellt.

Aus diesem Grund stattet der SWR dem Sportclub Siegelbach am 3.5.2017 einen Besuch ab. Die AH-Fußballer werden zu ihrer Trainingszeit die Ehre erfahren, diese Aufgabe zu übernehmen und ein vom SWR ausgesuchtes Tor versuchen zu realisieren.
Dieser Abend wird sicherlich nicht nur spannend und spaßig, sondern auch eine positive Werbung für unseren Verein. Daher bitten wir alle Siegelbacher und Neugierigen aus dem Umkreis: unterstützt unsere größtenteils nicht mehr aktiven Fußballtalente auf unserem Sportplatz des SCS, gönnt euch ein kühles Blondes und seid bei diesem Spektakel dabei.
Ab ca. 18 Uhr kann mit interessanten Geschehnissen rund um den TV-Dreh gerechnet werden.

Der geplante Sendetermin für diese Folge ist der 14.05.2017, um 22:15 Uhr werden dann die Fußballkünste unserer AH im SWR bei „FLUTLICHT“ ausgetrahlt.

DFB Pokal Frauen 1. Runde

Starke Leistung bleibt im DFB-Pokal unbelohnt
FUSSBALL: SCS-Frauen unterliegen Gladbach mit 2:4
Von Sebastian Funda

Stark gekämpft, Moral bewiesen und am Ende – auch durch eine ganz schwache Schiedsrichterleistung – unglücklich 2:4 (2:3) verloren. Für die Frauen des SC Siegelbach war somit gestern in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach Endstation, obwohl der Regionalligist über weite Strecken der Begegnung dem Team aus der zweiten Frauen-Fußball-Bundesliga gehörig Paroli bot.
Nach Abpfiff überwog unter dem großen Applaus des Publikums bei den Siegelbacherinnen jedoch die Enttäuschung über die verpasste Chance, in die nächste Runde des DFB-Pokals einzuziehen. So schienen auch die aufbauenden und lobenden Worte von SC-Trainer Roland Druck teilweise im Nichts zu verpuffen. „Gladbach war wie erwartet das läuferisch und technisch bessere Team, doch zeigten wir eine Top-Moral, die selbst nach dem Doppelschlag so kurz vor der Halbzeit ungebrochen war“, zeigte sich Druck stolz auf seine Mannschaft. Das Enttäuschende für ihn an dem sehenswerten Pokalfight war wie für alle Beteiligten die teils katastrophale Schiedsrichterleistung. „Ich bin vom DFB sehr enttäuscht, dass für so eine Partie so ein schwaches Schiedsrichtergespann angesetzt wurde“, vertrat nicht nur Druck diese Ansicht.Mit Melanie Bungert stand bei den Gastgebern eine erst 16-Jährige zwischen den Pfosten, die nach fünf Minuten eine sehr unglückliche Figur machte, als sie nach einem Freistoß von Kelly Simons unter dem Ball hindurchtauchte, sodass Nadja Pfeiffer frei zur Borussen-Führung vollstrecken konnte. Bungert sollte sich jedoch im weiteren Spielverlauf als sehr starker Rückhalt erweisen. „Melanie hat ihre Anfangsnervosität super weggesteckt und eine ganz starke Leistung gezeigt“, lobte Druck seine Torfrau ausdrücklich, die mit vollem Körpereinsatz unter anderem in der 29. Minute den zweiten Treffer der Gladbacherinnen nach einem weiteren Freistoß verhinderte und damit die Führung ihrer Mannschaft ermöglichte: Gleich zweimal packte Kapitänin Katharina Mey eine unglaubliche Schusstechnik aus, als sie jeweils von der Mittellinie aus per Freistoß den Ball im gegnerischen Tor unter die Latte hämmerte (22., 34.) – zwei Treffer der Kategorie „Tor des Jahres“.
Auch spielerisch beeindruckte die Druck-Elf: Diszipliniert agierten die Siegelbacherinnen aus der Defensive und tauchten durch Konter bereits in der achten und neunten Spielminute gefährlich im gegnerischen Strafraum auf, sodass Torfrau Valentina Oppedisano einen Schuss von Chiara Müller in letzter Sekunde gerade noch an den Pfosten lenken konnte.
Die Gladbacherinnen schienen lange Zeit ratlos, nutzten dann in der 43. Minute aber gnadenlos den Freiraum aus und kamen mit Hilfe des linken Innenpfostens durch Barbara Müller zum Ausgleich, ehe der erste schöne und schnelle Spielzug über Kelly Simons und die starke Yoshina Taniguchi ebenfalls durch Müller zwei Minuten später zur 3:2-Pausenführung der Gäste führte.
Siegelbach agierte nach der Pause weiter abwartend und sorgte dann für die Szene des Spiels, als die Torfrau der Fohlen den Ball außerhalb des Strafraums aufnahm, jedoch kein Pfiff der Schiedsrichterin ertönte und stattdessen Katharina Rheinheimer mit Gelb-Rot wegen Reklamierens vom Platz flog (67.), nachdem sie elf Minuten zuvor nach einem Foul die Gelbe Karte gesehen hatte. Kurz darauf jubelte die Heimmannschaft über das 3:3, doch entschied Samira Bologna auf Abseits, was erneut die Gemüter überkochen ließ. Sehr zweifelhafte Entscheidungen wurden aber auch gegen den Gast gepfiffen, der jedoch mit einem letzten schönen Spielzug durch die eingewechselte Gurbet Kalkan zum 4:2 kam (87.).
SO SPIELTEN SIE
SC Siegelbach: Bungert – Korz, Mey (75. Baran), Metzger, Haag – Jung (29. Heer), Zimmermann, Zelt, Rheinheimer – Di Grazia, Müller (59. Press)
Borussia Mönchengladbach: Oppedisano – Koj, Starmanns, Müller, Frommont – Dallmann, Pfeiffer – Taniguchi (59. Kalkan), Simons – Dallmann (54. Corres), Densing (75. Hackenberger)
Tore: 0:1 Pfeiffer (5.), 1:1 Mey (22.), 2:1 Mey (34.), 2:2 Müller (43.), 2:3 Müller (45.), 2:4 Kalkan (87.) – Gelbe Karten: Di Grazia – Taniguchi, Dallmann, Simons, Müller – Gelb-Rote Karte: Rheinheimer (76./Reklamieren) – Beste Spielerinnen: Mey, Metzger, Bungert, Zelt, Heer – Taniguchi, Müller – Zuschauer: 350 – Schiedsrichterin: Bologna (Angelbachtal)

Saisonvorschau Frauenmannschaften

Vorm Liga-Auftakt wartet noch Borussia Mönchengladbach

 Frauen-Regionalligist SC Siegelbach freut sich auf DFB-Pokal-Partie – Trainer-Trio blickt mit Zuversicht auf die Saison

Von Fabienne Schwenk

 

Auf die Fußballerinnen des SC Siegelbach wartet nach Meisterschaft und Aufstieg nicht nur die Regionalliga Südwest, sondern zunächst mal noch ein echter Kracher: Vorm Auftakt zur neuen Meisterschaftsrunde fiebert das Team einem Auftritt im DFB-Pokal entgegen. Zu Gast in Siegelbach ist am Sonntag, 23. August (Anstoß 14 Uhr), Zweitligist Borussia Mönchengladbach.

Seit 6. Juli sind die Siegelbacherinnen bereits wieder am Ball. Beachtlich früh war Vorbereitungsstart, doch das aus gutem Grund: Vor dem Saisonstart am 30. August gegen Aufstiegskandidat Andernach wartet am 23. August das Pokalspiel gegen Gladbach. Weil die Westpfälzerinnen nicht nur den Titel geholt, sondern das „Double“ geschafft und den Verbandspokal gewonnen haben, dürfen sie sich auf den Pokal-Schlager vor heimischem Publikum freuen. „Das wird ein Highlight für uns alle“, so der neue Cheftrainer Roland Druck.Druck war gegen Ende der vergangenen Saison als Interimscoach gekommen – und steht jetzt erstmals zu Rundenbeginn bei einem Frauenteam an der Linie. Jedoch ist er nicht allein: Mit Axel Locher, dem Coach des SC II, und Torwarttrainer Hendrick Tönnjes bildet Druck ein harmonisches Trio. Im Gegensatz zur vergangenen Saison legen die Trainer großen Wert auf die Zusammenarbeit von erster und zweiter Mannschaft. Gemeinsam trainieren die Spielerinnen beider Teams dreimal wöchentlich. Das ermöglicht es, zielgerichtet mit kleineren Gruppen zu arbeiten. Zudem eröffne sich jeder der rund 30 Akteurinnen so die Chance, sich immer wieder aufs Neue zu empfehlen, auch für den Sprung nach oben, verdeutlicht Druck. An oberster Stelle steht für die Trainer jedoch der Zusammenhalt aller Spielerinnen. Druck betont: „Da ist ein ,Wir-Gefühl’, und das ist uns enorm wichtig.“

Mit gleich acht Neuzugängen sowie weiteren acht Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs hat sich der SCS für die Regionalliga Südwest gewappnet. Nach dem Aus der SpVgg Rehweiler-Matzenbach sind vom bisherigen Verbandsliga-Rivalen gleich vier Akteurinnen hinzugestoßen. „Vor allem wegen Freundschaften mit unseren Mädels“, seien sie aus eigener Initiative gekommen, meint Roland Druck. Dies freue ihn ganz besonders, denn wenn die eigenen Spielerinnen andere überzeugen, zeige das deren Identifikation mit ihrem Verein.

Mit den Leistungen all seiner Spielerinnen ist der Trainer sehr zufrieden, die hohe Trainingsbereitschaft stimmt ihn zuversichtlich. Dabei hebt Druck die Leistungen der bisherigen Marnheimerinnen Maja Metzger und Sina Zelt hervor. Besonders angetan ist er von der jungen Leonie Seifert. Druck sieht die Drei als „absolute Bereicherung fürs Team“. Die Harmonie zwischen ihnen und den Säulen um Katharina Mey, Julia Di Grazia und Lena Zimmermann sei enorm wichtig. Auch Stürmerin Chiara Müller zählt mit ihren Toren zu den Leistungsträgerinnen. Auch wenn sie in der Regionalliga auf stärkere Defensiv-Abteilungen treffe, hofft der Cheftrainer auf eine weitere „Serie“ der 22-jährigen Goalgetterin. Dass sich mit den Neuen der Konkurrenzkampf verstärke, sieht Druck positiv. „Es ist immer gut eine Position doppelt, und vor allem gleichwertig, besetzt zu haben.“

Intensives und gezieltes Vorbereitungstraining hat das Trainer-Trio mit Testspielen erweitert, bei denen das Team starke Leistungen gezeigt habe. Im letzten Probelauf geht es noch gegen die B-Junioren der JFV Westpfalz, bevor es ernst wird. „Natürlich haben wir Respekt vor Mönchengladbach. Vielleicht Hemmungen, aber auf keinen Fall Angst. Egal was passiert, in dem Spiel werden wir sehen, wo wir stehen“, fasst Roland Druck zusammen. Ziel sei es, Erfahrung im Pokalspiel zu sammeln, und die im Kampf um den Klassenerhalt einzusetzen.

Rheinpfalzbericht Saison 2014/15

Ungeschlagen in die Regionalliga

Meister im Porträt: Die Fußballfrauen des SC Siegelbach marschieren locker durch die Verbandsliga Südwest

Von Anna Schmitt

 

123 Tore, 27 Gegentreffer, 68 von 72 möglichen Punkten, beste Offensive und zeitgleich zweitbeste Defensive der Liga, 22 Siege, zwei Unentschieden: Eine Bilanz die sich sehen lassen kann und den Fußballfrauen des SC Siegelbach verdient die Meisterschaft der Frauen-Verbandsliga Südwest sowie den Aufstieg in die Regionalliga Südwest einbrachte.

Gleich zu Beginn der Saison zeigte Siegelbach, in welche Richtung die Reise gehen sollte. „Wir wollten auf einem der oberen drei Ränge landen. Insgeheim träumte der ein oder andere auch von der Meisterschaft“, so der Vorstandsvorsitzende Heinrich Graf. Ein Ziel, dass mit den enorm spielstarken Neuzugängen im Sommer ein realistisches war.Neben der ehemaligen Jugendnationalspielerin Katharina Mey, die zu Beginn der Rückrunde von Lena Zimmermann die Kapitänsbinde übernahm, kamen auch namhafte Spielerinnen wie Chiara Müller, Julia Di Grazia oder Franziska Steilen. Müller wurde mit 33 Treffern gar Torschützenkönigin. Die gute Vorbereitung mit Siegen gegen verschiedene Regionalligisten förderte einen gesunden Optimismus. „Die Erfolge in den ersten beiden Saisonspielen gegen die Titelanwärter FC Speyer und VfR Wormatia Worms haben gezeigt, dass wir mit den Besten mithalten können“, sagte Graf. Dennoch hatte Siegelbach in der Hinrunde Glück, als es die Spiele gegen DSG Breitenthal/Mackenrodt, SC Busenberg und SC Kirn-Sulzbach mit lediglich einem Tor Unterschied gewann, teilweise durch einen Last-Minute-Treffer.

Im Winter dann holte der SCS mit Katharina Rheinheimer und Linda Stock noch mehr spielerische Qualität. Die beiden Transfers brachten mehr Stabilität um die von der überragenden Spielerin der Saison, Katharina Mey, organisierte Defensive. In der Rückrunde agierte der SCS nun souveräner. Nach einem komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Speyer sah es dennoch lange Zeit nicht aus.

Bis zum viertletzten Spieltag war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nicht nur punktemäßig, sondern auch im direkten Vergleich. Denn nach den beiden Unentschieden im Hin- und Rückspiel (3:3, 1:1) sah es stark nach einem Entscheidungsspiel aus. Erst das 0:1 des FC Speyer bei der DSG Breitenthal/Mackenrodt am 22. Spieltag und das 1:1 im Nachholspiel gegen den SC Kirn-Sulzbach machte den Siegelbacherinnen den Weg frei. Kurz zuvor hatte bereits die zweite Mannschaft des SCS die Meisterschaft in der Bezirksliga Westpfalz Nord eingetütet.

Vor dem wichtigen Spiel gegen den TSV Schott Mainz II und der vorentscheidenden Niederlage Speyers gab es jedoch einen Rückschlag: Erfolgstrainerin Tanja Brämer legte aus sportlichen Gründen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung ihr Traineramt nieder. Sie hatte die Pfälzerinnen nach der Saison 2011/2012 und dem freiwilligen Abstieg aus der Regionalliga (Gründungsmitglied) übernommen. Sie baute nach zwei schwierigen Verbandsligarunden ein spielstarkes Team auf und führte es zu alter Stärke und in die Regionalliga zurück. Roland Druck übernahm bis zu Saisonende und nun auch darüber hinaus die erste Position auf der Bank und knüpfte nahtlos dort an, wo seine Vorgängerin aufgehört hatte. Mit 18:0 Toren in den letzten drei Saisonspielen und dem Einzug ins Finale des Verbandspokals Südwest, wo der SC dem neuen Zweitligisten TSV Schott Mainz mit 1:6 unterlag, erlebte er einen Einstand nach Maß. In der neuen Saison wird ihn Hendrik Tönjes als Co-Trainer unterstützen. Axel Locher übernimmt die zweite Mannschaft.

Für die neue Runde in der Regionalliga haben sich die Siegelbacherinnen einen Platz im Mittelfeld der Tabelle vorgenommen. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dafür haben wir bereits Celine Haag aus Rehweiler fest verpflichtet und wollen noch drei bis vier weitere Spielerinnen holen, um den Kader breiter zu besetzen. Dazu ziehen wir einige unserer Talente aus der U16 hoch, was auch unserer Philosophie entspricht“, meinte Graf.

Verlassen werden den SCS hingegen Kathrin Leiner (persönliche Gründe) und Madison Spohr (Studium in den USA).

Meisterkader

Tor:
Kaja Kernjak (18 Jahre/20 Einsätze/0 Tore), Franziska Weintz (Ersatztorfrau, 23/0/0), Jennifer Wagner (28/2/0)

Abwehr:
Marie Katharina Assel (16/2/0), Erin Barnett (17/1/0), Verena Korz (20/20/1), Laurien Locher (20/22/1), Katharina Mey (20/23/4), Kristen Press (17/1/0), Alisa Schlippe (21/17/0), Madison Spohr (17/11/1), Linda Stock (27/7/0)

Mittelfeld:
Dana Baran (25/19/11), Theresa Botzner (19/21/2), Julia Di Grazia (25/21/12), Daniela Haake (18/9/6), Laura Jung (23/8/0), Manja Keußler (30/2/0), Melanie Pletsch (21/5/1), Alisa Reh (19/3/0), Katharina Rheinheimer (28/4/2), Lena Zimmermann (24/21/4)

Sturm:
Kathrin Leiner (29/11/2), Chiara Müller (22/22/33), Jessica Rubel (31/22/5), Andrea Schulz (20/1/0), Franziska Steilen (24/21/25).

Verbandspokalendspiel SC Siegelbach – Schott Mainz

Rheinpfalz vom 26.05.2015

Torben Schäfer

 

Verbandsligameister SC Siegelbach unterliegt im Verbandspokal Regionalligameister Schott Mainz mit 1:6 und freut sich trotzdem.

Als sie der Reihe nach antreten sollen, um sich ihre Medaillen abzuholen, können die Fußballerinnen des SC Siegelbach schon wieder lächeln. Dass im Finale des Südwest-Verbandspokals gegen den TSV Schott Mainz nicht allzu viel zu holen sein wird, wusste der unbesiegte Verbandsligameister schon vorher.
„Es war klar, wer hier Favorit ist“, gesteht Stürmerin Julia Di Grazia, „wir wollten uns so gut es geht verkaufen“. Das gelang zumindest der Spielerin mit der Nummer zehn, die in der 37. Minute das Ehrentor der Pfälzerinnen erzielte – mit einer Bogenlampe aus rund 30 Metern, bei der Hülya Cin, immerhin Nationaltorhüterin Aserbaidschans, das Nachsehen hatte. Geschenkt, dass Grazia es kurz vor dem Pausenpfiff gleich noch im Stile Diego Maradonas mit der „Hand Gottes“ probierte, was dann aber doch viel zu offensichtlich war.Dass zu diesem Zeitpunkt die Messe beim Endspiel im rheinhessischen Nieder-Olm längst gelesen war, lag am furiosen Auftakt der Mainzerinnen, die kaum zwei Minuten zum Führungstor durch Chiara Loos brauchten. Die U19-Nationalspielerin war nach einem langen Ball von Spielführerin Lena Weyershäuser aus der Innenverteidigung heraus frei zum Abschluss gekommen und ließ sich diese Gelegenheit genauso wenig nehmen wie vier Minuten später Meike Weber. Der SC bekam überhaupt kein Bein auf den Boden, was vor allem Laura Freigang freute: Die U19-Nationalstürmerin schnürte binnen elf Minuten (8., 17., 19.) einen lupenreinen Hattrick und legte zum finalen 6:1 (59.) nach.
„Wir sind erst Ende der ersten Halbzeit wirklich ins Spiel gekommen“, sagt Grazia. „Wenn man verfolgt, wie Schott sich so entwickelt, war relativ klar, wer hier gewinnt“, gesteht Co-Trainer Hendrik Tönjes ein. Das Team aus Kaiserslautern hat, trotz der Finalniederlage, gut Lachen, denn mit dem Einzug in den DFB-Pokal und vor allem der Verbandsliga-Meisterschaft sind alle Saisonziele erreicht. „Die Qualität war dieses Jahr einfach eine andere. Man hat auf ein klares Ziel hingearbeitet, das uns vorgegeben worden ist“, sagt Tönjes, „das war die ganze Saison über eine geschlossene Leistung der Mannschaft“. Grazia sieht es ähnlich: „Dadurch, dass viele Spielerinnen aus höheren Ligen zu uns gekommen sind, waren wir spielerisch mit Speyer die beste Mannschaft der Liga. Zudem hatten wir die Kontinuität auf unserer Seite und den entscheidenden Willen.“ Mit einer Abschlussfahrt nach Hamburg soll die Meisterschaft noch einmal gebührend gefeiert werden.

Eher gedämpft war die Euphorie bei den Mainzerinnen, die die Pokalübergabe ziemlich beiläufig zelebrierten. „Innerlich freuen sich die Mädels“, betont Trainer Thorsten Lamers. Schon vergangene Saison war der TSV Schott verlustpunktfrei durch die Regionalliga gefegt, um dann aber aufgrund eines Formfehlers die Zweitliga-Anmeldung zu vermasseln. Von der Ehrenrunde „waren die Spielerinnen am Ende ziemlich genervt“, gibt Lamers zu. Im Vereinsumfeld sprechen die ersten Stimmen schon vom Durchmarsch Richtung Bundesliga, was der Trainer aber für verfrüht hält. Klar ist jedoch, dass der TSV, der zuletzt im August 2012 bei der SpVgg Rehweiler-Matzenbach ein Punktspiel verloren hat, viel mehr ist als ein „gewöhnlicher“ Regionalligameister. Dafür hielten die Siegelbacherinnen zumindest ab Minute 20 ziemlich gut mit.

 

Vorbericht Rheinpfalz Verbandspokalendspiel und KirnSulzbach

„Wie wenn man gegen Bayern spielt“

Am Montag um 15.30 Uhr auf dem Rasenplatz des SV Nieder-Olm kommt es zum Showdown des Frauen-Verbandspokals Südwest. Im Finale treffen zwei ungeschlagene Meister aufeinander.

Der SC Siegelbach gewann mit bisher 21 Siegen und zwei Unentschieden den Titel der Frauen-Verbandsliga Südwest. Der TSV Schott Mainz holte in der nächsthöheren Liga, der Frauen-Regionalliga Südwest, gar mit 22 Siegen aus 22 Spielen die Schale. „Das ist, wie wenn jemand gegen Bayern spielt. Für uns ist es schon ein riesen Erfolg, im Endspiel zu stehen. Die Priorität lag ja auf der Meisterschaft“, meinte Roland Druck, Trainer des Außenseiters aus Siegelbach.Dennoch wollen die Westpfälzerinnen alles dafür tun, um dem Favoriten aus Mainz das Leben schwer zu machen. Zudem hat das Endspiel einen ganz besonderen Nebeneffekt für die Fußballerinnen des SC Siegelbach. Denn sollte der TSV Schott Mainz seine Mannschaft für die Zweite Bundesliga melden, ist er automatisch Teilnehmer des Frauen-DFB-Pokals der Saison 2015/2016. Für die Siegelbacherinnen würde dies im Falle einer Niederlage damit ebenfalls die Teilnahme am DFB-Pokal bedeuten.

Am Samstag (18 Uhr) bestreitet der SC Siegelbach, sein letztes Punktspiel zuhause gegen den SC Kirn-Sulzbach. Kein Gegner, der unterschätzt werden sollte, schossen die Gäste den FC Speyer doch mit einem 1:1 auf dessen Rasen endgültig aus dem Titelrennen. Rechtzeitig zur letzten Begegnung und vor dem Verbandspokalfinale Südwest gegen den TSV Schott Mainz ist Julia Di Grazia nach auskurierter Zerrung wieder mit dabei. Eine für Siegelbach enorm wichtige Offensivspielerin.

Trotz der wichtigen Partie am Montag wollen die Siegelbacherinnen nicht im Schongang auftreten, sondern in jedem Falle gewinnen. (astx)

Zukunftshoffnungen dank Zustrom

SC Siegelbach strebt mit vielen Neuzugängen
höhere Ziele in der Frauen-Verbandsliga an
Von Anna Schmitt
Rheinpfalz-Artikel vom 14.08.2014
Kaiserslautern: Lokalsport

Mit neuem Selbstvertrauen und Verstärkungen auf allen Positionen starten die Fußballerinnen des SC Siegelbach in die neue Saison der Frauen-Verbandsliga Südwest.

Nachdem in der vergangenen Saison der Klassenerhalt in der Verbandsliga Südwest erst wenige Spieltage vor Saisonende gesichert werden konnte, starten die Siegelbacherinnen dieses Mal mit großen Erwartungen in die Spielzeit. Grund dafür sind die vielen guten Neuzugänge aus Jägersburg, Niederkirchen, Dörbach, Riegelsberg und Wörrstadt, aber auch aus der eigenen Jugend. Insgesamt 20 Spielerinnen stoßen zum SCS dazu.

Dabei hätten es noch mehr sein können, doch dem Zustrom aus Jägersburg schob der SC Siegelbach bewusst einen Riegel vor: „Ein Großteil der Spielerinnen hat sich aus Gründen, die den Verein betreffen, von Jägersburg getrennt. Sie wollten wegen der Qualität und der Perspektive, die sich ihnen hier bietet, zu uns“, berichtet Heinrich Graf, Vorsitzender des SCS, und fügt an: „Allein neun Fußballerinnen aus der ersten Mannschaft wollten kommen, aber so viele wollten wir nicht übernehmen. Das wäre unserer Mannschaft gegenüber nicht fair gewesen.“ So wurden nach Einzelgesprächen drei Erst-Mannschaftspielerinnen und drei Zweit-Mannschaftspielerinnen aufgenommen, von denen jedoch erst eine Akteurin freigegeben ist. „Wegen den anderen stehen wir noch in Gesprächen mit Jägersburg“, so Heinrich.

Im Gegensatz zu den vielen Zugängen hat der SC Siegelbach nur vier Abgänge zu verkraften, sodass für diese Saison sogar zwei Mannschaften gemeldet werden konnten. Dass in Siegelbach aufgrund der enormen Verstärkungen nun höhere Ziele angepeilt werden, ist nicht verwunderlich. „Wir wollen nicht nur die Klasse halten, sondern im vorderen Bereich, nämlich um die ersten drei Plätze, mitspielen“, sagt Trainerin Tanja Brämer selbstbewusst. Man müsse zwar viele Spielerinnen integrieren und eine neue Mannschaft formen, aber wenn der Teamgeist stimme, und er stimme, sei das Ziel realisierbar.

Die mittelfristigen Ziele sind daher, die erste Mannschaft wieder in der Regionalliga und die zweite Mannschaft in der Landesliga zu etablieren. Dass die Siegelbacherinnen dafür auf einem guten Weg sind, zeigen die Testspiele gegen Ligakonkurrent SpVgg Rehweiler-Matzenbach (3:0) und Landesliga-Aufsteiger TuS Landstuhl (15:0). Vor allem die bisher gut verlaufene Vorbereitung offenbart das Potenzial, das in der Mannschaft steckt. Der Kader wurde so verstärkt, dass jede Position nun doppelt besetzt ist und daher ein gesunder Konkurrenzkampf herrscht. „Das hat etwas Gutes, denn jede Spielerin zieht voll mit“, so Brämer. Das muss auch so sein, denn gleich zum Saisonauftakt erwarten die Siegelbacherinnen zwei schwere Auswärtsspiele bei den Meisterschaftskandidaten VfR Wormatia Worms (23. August, 18 Uhr) und FC Speyer (30. August, 17 Uhr).

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