Zukunftshoffnungen dank Zustrom

SC Siegelbach strebt mit vielen Neuzugängen
höhere Ziele in der Frauen-Verbandsliga an
Von Anna Schmitt
Rheinpfalz-Artikel vom 14.08.2014
Kaiserslautern: Lokalsport

Mit neuem Selbstvertrauen und Verstärkungen auf allen Positionen starten die Fußballerinnen des SC Siegelbach in die neue Saison der Frauen-Verbandsliga Südwest.

Nachdem in der vergangenen Saison der Klassenerhalt in der Verbandsliga Südwest erst wenige Spieltage vor Saisonende gesichert werden konnte, starten die Siegelbacherinnen dieses Mal mit großen Erwartungen in die Spielzeit. Grund dafür sind die vielen guten Neuzugänge aus Jägersburg, Niederkirchen, Dörbach, Riegelsberg und Wörrstadt, aber auch aus der eigenen Jugend. Insgesamt 20 Spielerinnen stoßen zum SCS dazu.

Dabei hätten es noch mehr sein können, doch dem Zustrom aus Jägersburg schob der SC Siegelbach bewusst einen Riegel vor: „Ein Großteil der Spielerinnen hat sich aus Gründen, die den Verein betreffen, von Jägersburg getrennt. Sie wollten wegen der Qualität und der Perspektive, die sich ihnen hier bietet, zu uns“, berichtet Heinrich Graf, Vorsitzender des SCS, und fügt an: „Allein neun Fußballerinnen aus der ersten Mannschaft wollten kommen, aber so viele wollten wir nicht übernehmen. Das wäre unserer Mannschaft gegenüber nicht fair gewesen.“ So wurden nach Einzelgesprächen drei Erst-Mannschaftspielerinnen und drei Zweit-Mannschaftspielerinnen aufgenommen, von denen jedoch erst eine Akteurin freigegeben ist. „Wegen den anderen stehen wir noch in Gesprächen mit Jägersburg“, so Heinrich.

Im Gegensatz zu den vielen Zugängen hat der SC Siegelbach nur vier Abgänge zu verkraften, sodass für diese Saison sogar zwei Mannschaften gemeldet werden konnten. Dass in Siegelbach aufgrund der enormen Verstärkungen nun höhere Ziele angepeilt werden, ist nicht verwunderlich. „Wir wollen nicht nur die Klasse halten, sondern im vorderen Bereich, nämlich um die ersten drei Plätze, mitspielen“, sagt Trainerin Tanja Brämer selbstbewusst. Man müsse zwar viele Spielerinnen integrieren und eine neue Mannschaft formen, aber wenn der Teamgeist stimme, und er stimme, sei das Ziel realisierbar.

Die mittelfristigen Ziele sind daher, die erste Mannschaft wieder in der Regionalliga und die zweite Mannschaft in der Landesliga zu etablieren. Dass die Siegelbacherinnen dafür auf einem guten Weg sind, zeigen die Testspiele gegen Ligakonkurrent SpVgg Rehweiler-Matzenbach (3:0) und Landesliga-Aufsteiger TuS Landstuhl (15:0). Vor allem die bisher gut verlaufene Vorbereitung offenbart das Potenzial, das in der Mannschaft steckt. Der Kader wurde so verstärkt, dass jede Position nun doppelt besetzt ist und daher ein gesunder Konkurrenzkampf herrscht. „Das hat etwas Gutes, denn jede Spielerin zieht voll mit“, so Brämer. Das muss auch so sein, denn gleich zum Saisonauftakt erwarten die Siegelbacherinnen zwei schwere Auswärtsspiele bei den Meisterschaftskandidaten VfR Wormatia Worms (23. August, 18 Uhr) und FC Speyer (30. August, 17 Uhr).

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